VON FREYA-ALESSA BODEM
Um mit der Frage aller Fragen zu beginnen – ist Kaffee gut für mich? Dazu folgt die wichtigste Antwort gleich hinterher: Ja. Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten, die eine effiziente Nutzung des Wachmachers begünstigen – wie zum Beispiel der optimale Zeitpunkt für die erste Tasse Kaffee am Morgen und weitere, spannende Infos. Wir laden euch heute ein – auf eine Tasse voller Kaffee-Facts.
#1 DEUTSCHLAND IN DIESEM JAHR AUF PLATZ 10
Unsere Nation liebt Kaffee! Das ist keine Überraschung – man hört es immer wieder einmal. Persönlich erinnere ich mich auch an keinen Termin (ob privat oder im daily Business) bei dem man mal keinen Kaffee angeboten bekommen hat. Zum Glück, denn auch ich gehöre zu den, laut Statista, rund 26 Millionen Kaffeetrinkerinnen und -trinkern aus Deutschland, die sich mehrmals täglich eine Tasse genehmigen. Im Jahr 2023 lagen wir damit weltweit auf Platz 10 mit durchschnittlich 4,8 Kilogramm Kaffee pro Person. Die unangefochtene Nummer eins ist Luxemburg mit 8,5 Kilogramm pro Person. Die Zahlen beziehen sich auf das aktuelle Jahr 2023 inkl. Schätzungen bis zum Jahresende.
#2 KAFFEE IST EINE FRUCHT
Die Frucht der Kaffeepflanze ist botanisch gesehen eine rote Steinfrucht und keine Bohne. Sie ähnelt im Aussehen einer Kirsche und wird daher auch als Kaffeekirsche bezeichnet. Wer es ganz genau wissen will, hier noch ein weniger Angeberwissen für euch: Die Bezeichnung Kaffeebohne ist umgangssprachlich zu betrachten. Genaugenommen handelt es sich bei diesen „Bohnen“ um die Kerne bzw. Samen der Frucht der Kaffeepflanze „Coffea“, die zur botanischen Gattung der Rötegewächse zählt (bot. Rubiaceae).
#3 ES GIBT ÜBER 100 KAFFEEARTEN
Kaffee unterteilt sich weltweit in über 100 verschiedene Arten. Unter der Kaffeeart versteht man die botanische Spezies und damit spezielle Arten, die gezüchtet werden können. Die Art (z.B. Arabica, Borusta, Liberia, Excelsa) ist hierbei nicht zu verwechseln mit der Kaffeesorte (bspw. Bourbon, Kona, Caturra, Java) oder den Kaffeespezialitäten (z.B. Americano, Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino). Um sich das besser zu merken – die Kaffeeart bildet die Basis der Kaffeesorte.
#4 LAUT STUDIE: KAFFEE VERBESSERT DIE GEHIRNLEISTUNG
Laut einer Studie der Universität Minho in Portugal hat der Konsum von Kaffee positive Auswirkungen aufs Gehirn. So soll das Genehmigen von Koffein in moderaten Mengen (bis zu 4 Tassen in 24 Stunden) dabei helfen, fokussierter durch den Tag zu gehen und auch ein besseres Erinnerungsvermögen unterstützen. Die Wirkung von Kaffee wurde für diese Studie anhand von Gehirn-Scans nachgewiesen. Dabei wurden die positiven Eigenschaften des Wachmachers mittels MRT-Untersuchungen unter die Lupe genommen. Dafür wurden 31 Personen, die Kaffee konsumieren, sowie 24 Nicht-Kaffee-Trinkerinnen und -trinker untersucht. Laut dem Fachjournal „Molecular Psychiatry“ wurden dabei auffällige Unterschiede in der Gehirnstruktur beobachtet. Die neuronalen Verbindungen der Kaffee trinkenden Personengruppe schienen besser „verdrahtet“ gewesen zu sein, was zu höherer Effizienz des Gehirns führte. „Dies ist das erste Mal, dass die Auswirkungen des regelmäßigen Kaffeetrinkens in dieser Detailgenauigkeit untersucht wurden“, erklärt Professor Nuno Sousa in einer Pressemitteilung der Universität . „So war es uns möglich, in Echtzeit die Gehirn-Unterschiede von Kaffeetrinkern und Nichttrinkern zu beobachten.“
#5 DIE GESUNDE LIFE-COFFEE-BALANCE
Eine gesunde Balance im Kaffee-Konsum ist wichtig, damit man die Vorteile des Wachmachers auch bestmöglich für sich nutzen kann. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), sind bis zu 20 Milligramm Koffein als Einzeldosis gesundheitlich unbedenklich. Über den Tag verteilt dürfen es auch 400 Milligramm sein, das sind ca. vier bis fünf Tassen. Natürlich gelten diese Werte für Erwachsene. Kinder und Jugendliche sollten im besten Fall kein Koffein konsumieren, doch es gibt auch hier Richtwerte – laut BMEL gelten 3 Milligramm pro Körpergewicht als unbedenklich. Tipp der Redaktion: Was wir bei unserer Recherche besonders interessant fanden – am besten ist die Wirkung von Kaffee, wenn man diesen frühestens eine bis einundeinhalb Stunden nach dem Aufstehen zu sich nimmt. Als Grund hierfür nennen Neurowissenschaftler das Stresshormon Cortisol, das den Stoffwechsel ankurbelt und als natürlicher Wachmacher im Körper wirkt. Der Cortisolspiegel ist morgens von Natur aus am höchsten und die Konzentration nach einem ausgiebigen Nachtschlaf ebenfalls. Direkt einen Kaffee zu sich zu nehmen, kann diesen unnötig erhöhen und im Körper entsteht eine hohe Anspannung. Dieser Prozess kann negative Folgen mit sich bringen, wie z.B. der Anstieg von Puls und Blutdruck. Zudem kann es einen ängstlicher und anfälliger für Stress werden lassen. Probiert das einmal aus, wenn ihr das Gefühl habt, dass der erste Kaffee des Tages zu stark war.
Unser Fazit: Kaffee ist ein echter Allrounder und optimal dosiert absolut vorteilhaft. Zudem schmeckt er einfach zu gut, um es zu lassen. Zumindest was die Vorlieben in unserer GESCHMACKVOLL Redaktion angeht. Wir leben hier frei nach dem Motto – take time to smell the coffee! Manchmal kommt es eben auf die kleinen Momente im Leben an.